Das Thema Hausquiz ist ja sehr sehr sehr beliebt. Seit dem Herr Stiney mit winyourhome.de gestartet war, gab es einige weitere Anbieter die versuchen wollten durch ein Quiz ihr Haus zu verkaufen. Wer das verpasst hat, kann dazu hier viel nachlesen: http://www.quiz-news.de/tag/hausquiz/
Und jetzt gibt es wieder neues zum Thema Hausquiz:
Das Rentner-Paar Renate und Rudolf Trapp haben einen weiteren Versuch unternommen, und zwar unter www.hausquiz.net. Am 12. August hat darüber das Hamburger Abendblatt berichtet und schon am gleichen Tag verbreitete sich die Nachricht wie ein Buschfeuer. Die Geschichte wurde von der DPA aufgegriffen und lief so über die News-Ticker aller Nachrichten-Redaktzionen. Dies beschwertedem Rentner-Paar ein paar sehr aufregende und anstrengende Tage.
Der Witz an der Sache: Das Paar Trapp will das Haus jetzt verkaufen um nächstes Jahr nach Mexico auszuwandern! Und, das Hausquiz ist noch nicht einmal online! Wer auf die Webseite geht findet dort nur eine Beschreibung zu dem Spiel. Starten soll das Spiel dann Anfang September!
Zu gewinnen gibt es also wieder ein Haus, dieses mal in Hamburg. Es gibt auch noch ein paar weitere Preise. Man muss insgesammt 25 Quizfragen richtig beantworten um ins Finale zu kommen. Schafft man das, dann bekommt man ein Zug-Ticket nach Hamburg um dort - vor Ort - das Haus zu gewinnen.
Durch das große Medien-Echo sind natürlich auch die Behörden aufmerksam geworden. Das Hamburger Innenministerium kündigt promt an,dass überprüft wird, ob es sich bei dem Hausquiz nicht umunerlaubtes Glücksspiel handelt.(Ankündigung)
Nach wenigen Tagen gibt die Behörde bekannt, dass man aktuell keinen Grund sieht, gegen das Hausquiz vorzugehen, dass sich dies aber ändern kann, siehe hier.
Also, lohnt sich die Teilnahme? - Wir sind skeptisch! In einem Interview sagt Frau Trapp, dass sie das Haus nur für rund 245.000 Euro hätten verkaufen können. Dazu kann man noch einmal ca. 20.000 Euro für die weiteren Preise addieren, gibt Preise im Wert von 265.000 Euro. Jetzt sollen 33.333 Spieler jeweils 25 Euro bezahlen. Das gibt 833.325 Euro. Das Bedeutet es werden rund 32% von dem eingesammelten Geld an die Spieler wieder ausgeschüttet. Das ist deutlich schlechter als beim Lott, denn beim Lotto werden 50% der Einnahmen wieder ausgeschüttet (siehe hier). (Hier sei noch angemerkt, dass wir nicht wissen, ob das Grundstück richtig eingerechnet wurde.)
Die Ausschüttung ist also sehr niedrig und es gibt noch ein Problem:
Wenn bis Jahresende weniger als 20.000 Spieler mit-spielen, wird das Spiel beendet und niemand bekommt einen Preis. Das Geld bahlten die Trapp aber. Wenn mehr als 20.000 und weniger als 30.000 Spieler teilnehmenwerden nur die Preise 2 bis 10 verteilt und nicht das Haus. Erst bei über 30.000 Teilnehmern gibt es wirklich das Haus zu gewinnen!!!
Das halten wir für eine ziemliche Frechheit. Wir bezweifeln, dass so etwas rechtlich überhaupt zulässig ist. Denn so kann man ja fast 500.000 Euro verdienen! Und das Haus dann selber behalten.
Weiterführende Links:
Aufgrund der rechtlichen Unsicherheit weisen wir darauf hin, dass wir nicht für die Korrektheit dieses Artikels garantieren. Der Artikel spiegelt die persönliche Meinung des Herausgebers der Webseite wieder.