Hausverlosung - erster Nachmacher in Deutschland
Es war nur eine Frage der Zeit und jetzt gibt es den ersten Nachmachner von winyourhome.de - nämlich villa-gewinnen.at.
Hier gibt es eine Villa in Witten zu gewinnen die 1,2 Millionen Euro wert sein soll sowie einige weitere Preise. Die Teilnahme kostet 29,90 Euro und maximal dürfen 49.900 Teilnehmer bezahlen. Veranstaltet wird diese Aktion von einem Herrn Hans-Georg Bär der sich damit seine Altersvorsorge aufbessern will (notariell begleitet wird das ganze durch Notar Karl-Theodor Krach).
Offensichtlich hat man aus den Problemen die bei winyourhome.de auftreten “gelernt”. Der Anbieter weist darauf hin, dass es sich um ein Geschicklichkeitsspiel und kein Glücksspiel handelt. Den Hauptpreis bekommt der Spieler der das Quiz in der kürzesten Zeit absolviert (es wird nicht gelost).
In den Teilnahmebedingungen erklärt man, dass es sich bei dem Spiel um ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Weiter wird festgelegt: Wenn nicht mindestens 39.900 Menschen sich zu dem Spiel anmelden (und bezahlen), findet das Spiel nicht statt. Dann bekommen die bereits angemeldeten Spieler 20 Euro zurück überwiesen!
Weitere Informationen gibt es u.a. hier:
- http://www.halternerzeitung.de/lokales/wtlo/Witten;art939,468933
- http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/2009/1/29/news-108616011/detail.html
- http://www.netzeitung.de/vermischtes/1265717.html
- http://www.net-tribune.de/article/020209-106.php
Die zuständige Düsseldorfer Behörde hat schnell reagiert und das Spiel bereits heute als Glückspiel eingestuft. Bis Mittwoch wird nun dem Anbieter zeit gegeben für eine Stellungnahme, dann will die Bezirksregierung entscheiden ob und wann das Spiel beendet werden muss.
Unsere Meinung dazu: Wenn nach 2 (vermutlich) einfachen Quiz-Runden in der 3. Runde der Sieger mit Hilfe von 5 Quizfragen bestimmt werden soll, fragt man sich wirklich ob das Geschicklichkeit oder Glück ist. Sich das Recht vorzubehalten das Spiel nicht stattfinden zu lassen (bei zu niedriger Teilnehmerzahl) kann man ja verstehen, dann aber pro Teilnehmer trozdem 9,90 Euro “zu verdienen” halten wir für ziemlich dreist, schließlich sind 9,90 Euro doch keine “Bearbeitungsgebühr”.
Aufgrund der heiklen Rechtslage weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass wir für diesen Artikel keine Haftung übernehmen.

Februar 5th, 2009 at 12:06
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