Kritik zu “Frag doch mal die Maus (ARD)”
Freunde der gepflegten familienkompatiblen Samstagabend-Quizshow hatten letzten Samstag die Qual der Wahl: Entweder Jörg Pilawa und die Maus, oder Günther Jauch und Karl Dall. Ich entschied mich für die Maus und habe es nicht bereut.

Bereits zum vierten Mal präsentierte Jörg Pilawa „Frag doch mal die Maus“ und schlug sich trotz großer Konkurrenz durch Günther Jauch mit „6! Setzen“ und Stefan Raabs Promi-Turmspringen quotentechnisch mit 16,5 Prozent Marktanteil recht wacker.
Sechs Prominente in drei Teams versuchten von Kindern eingeschickte Fragen zu beantworten. Mit von der Partie waren: die Schauspieler Christoph Maria Herbst und Walter Sittler, der zur Zeit wohl unvermeidliche Bruce Darnell und Marion Kracht, sowie Tagesschausprecherin Susanne Holst und Familienministerin Ursula von der Leyen, welche auch zum Schluß die Nase vorn hatten.
Es wurden Fragen gestellt, wie zum Beispiel: „Warum sind die Nüsse beim Müsli immer oben in der Verpackung?“, „Warum Funkeln die Sterne?“ oder „Warum haben Taxis diese komische Eierschalenfarbe?“.
Es wurden drei „Könner-Kinder“ mit besonderen Fähigkeiten vorgestellt. Ein Kind konnte gleichzeitig Summen und Pfeifen, eins konnte Spagetti im Mund verknoten und eins konnte sich selbst verknoten. Die Kandidaten mussten die jeweilige Fähigkeit dem richtigem Kind zuordnen.
Selbstverständlich war auch das Experten-Team der Sendung mit der Maus, Armin Maiwald, Christoph Biemann und Ralph Caspers mit von der Partie. Letzterer in seinem kariertem Jackett mit einer Hommage an Peter Frankenfeld, dem großen Pionier der Spiel- und Quizshows im deutschen Fernsehen. Die drei veranschaulichten viele Fragen durch Experimente, wovon eines vollkommen in die Hose ging. Aber diese Pannen finde ich bei solchen Shows immer sehr charmant.
Ralf Schmitz stellte in einem Shaun-das-Schaf-Video sein Gesangstalent unter Beweis und Käpt’n Blaubär überprüfte mit seinen Lügengeschichten das Wissen der Zuschauer.
Ein Highlight war sicherlich die Nebenhandlung mit den Kölner Tatort-Kommissaren Ballauf und Schenk, dargestellt von Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär. Die beiden lösten meisterlich den Fall des verschwundenen Stücks Torte und der Zuschauer konnte nebenbei lernen, dass auch eineiige Drillinge unterschiedliche Fingerabdrücke haben.
Musikalische Gäste, die vorher noch bei der Präsentation einer Frage mithelfen durften, waren Tokio Hotel.
Fazit:
Eine im besten Sinne familiengerechte, witzige Samstagabendshow, nicht nur für Mausfans.
